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Unterschreiben Sie jetzt! Petition zur Reformierung der Bedarfsplanung

05.10.2022 | Kategorie:

Die Deutsche Depressionsliga ruft die Bundesregierung in einer Petition auf, die psychotherapeutische Bedarfsplanung zu reformieren. Noch bis zum 10. Oktober 2022, dem „Tag der Seelischen Gesundheit“, können Unterstützer*innen die Petition unterzeichnen.

Unterschreiben Sie jetzt! Petition zur Reformierung der Bedarfsplanung

Die Freude war groß, als vor fast einem Jahr der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung veröffentlicht wurde. Erstmals befinden sich darin wichtige Themen für eine bessere Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung. Das traurige Fazit: Die Umsetzung der Vorhaben lässt bis heute auf sich warten. Gutes Stichwort - die Wartezeiten sind in der Zwischenzeit weiter gestiegen, im müssen sich psychisch erkrankte Menschen fünf Monate gedulden. Ein absolut inakzeptabler Zustand! Die langen Wartezeiten verschlimmern das Leiden. Die Bedarfsplanung muss reformiert werden!

Genau dazu ruft die Deutsche Depressionsliga die Bundesregierung nun in einer Petition auf. Noch bis zum 10. Oktober 2022, dem „Tag der Seelischen Gesundheit“, können Unterstützer*innen die Petition unterzeichnen.

HIER UNTERSCHREIBEN!
Der Aufruf der Deutschen Depressionsliga:

#22WochenWarten: Wartezeiten auf Psychotherapieplätze verkürzen

Niemand wartet gerne. Ob an der Supermarktkasse oder an einer Ampel. Da können einem schon 22 Sekunden ewig vorkommen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine akute Blinddarmentzündung und der Arzt sagt Ihnen, Sie könnten erst in fünf Monaten kommen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine akute psychische Erkrankung wie Depression und warten 22 Wochen auf einen Psychotherapieplatz. Das ist aktuell die durchschnittliche Wartezeit. 22 lange Wochen, in denen sich die Krankheit oft verschlimmert.

Ich fordere eine schnelle Reform der psychotherapeutischen Bedarfsplanung, um Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Ich fordere, dass die Bundesregierung ihre auf Seite 86 im Koalitionsvertrag zusammengefassten Themen zur ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung schnell und konsequent umsetzt. Und nicht Wochen, Monate oder sogar Jahre verstreichen lässt. 

Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP steht auf Seite 86: „Wir reformieren die psychotherapeutische Bedarfsplanung, um Wartezeiten auf einen Behandlungsplatz, insbesondere für Kinder- und Jugendliche, aber auch in ländlichen und strukturschwachen Gebieten deutlich zu reduzieren. Wir verbessern die ambulante psychotherapeutische Versorgung insbesondere für Patienten mit schweren und komplexen Erkrankungen und stellen den Zugang zu ambulanten Komplexleistungen sicher. Die Kapazitäten bauen wir bedarfsgerecht, passgenau und stärker koordiniert aus. Im stationären Bereich sorgen wir für eine leitliniengerechte psychotherapeutische Versorgung und eine bedarfsgerechte Personalausstattung. Die psychiatrische Notfall- und Krisenversorgung bauen wir flächendeckend aus.“

Das muss baldmöglichst umgesetzt werden, denn: Jeder einzelne Tag Warten ist ein Tag zu viel! Kürzere Therapie-Wartezeiten retten Leben! 

In einer ersten analogen Unterschriftenaktion beim 6. Deutschen Patientenkongress Depression am 4. Juni 2022 in Frankfurt/Main haben bereits hunderte Menschen die Petition unterschrieben. Unter #22WochenWarten begleitet und unterstützt die Deutsche DepressionsLiga e.V. die Petition.“ 

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