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Schnelle Hilfen für Opfer von Gewaltverbrechen

Schnelle Hilfen für Opfer von Gewaltverbrechen
In Deutschland werden jährlich ca. 200.000 Menschen Opfer von Gewaltkriminalität, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich deutlich höher. Ob Einbruch, Betrug, Mobbing am Arbeitsplatz, häusliche Gewalt – die Liste der Straftaten ist lang. Viele Betroffene leiden nach der Erfahrung eines gewalttätigen Angriffs auch unter den oft jahrelang anhaltenden psychischen Folgen, nicht selten ist auch eine psychotherapeutische Behandlung dringend indiziert. Im Rahmen der Psychotherapie ergeben sich häufig viele Fragen zu bestehenden Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.
Vor diesem Hintergrund freuen wir uns über die gemeinsame digitale Fortbildungsveranstaltung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt und Prof. Dr. Regina Steil, Goethe Universität Frankfurt. Darin sollen Sie zum einen Informationen zu schnellen Hilfen für Gewaltoper durch das Regierungspräsidium erhalten und anschließend mehr über neue Ansätze zu Posttraumatische Belastungsstörungen erfahren. Ziel der Veranstaltung ist es, Psychotherapeut*innen darin zu unterstützen, neben den Herausforderungen in der Behandlung, auch über Hilfs- und Unterstützungsangebote informiert zu sein.
Soziale Entschädigung nach dem SGB XIV – Gewaltopferbetreuung und -soforthilfe
Wer in Deutschland einen gesundheitlichen Schaden durch eine körperliche oder psychische Gewalttat erlitten hat, kann Versorgungsleistungen nach dem Vierzehnten Buch Sozialgesetzbuch (SGB XIV) erhalten. Als solche Gewalttat kommt beispielsweise schwere Körperverletzung, sexueller Missbrauch, Brandstiftung, schweres Stalking und Angriffe mittels KfZ in Betracht. Nicht selten kommt es vor, dass Menschen in Folge derartiger Gewalt unter psychischen Traumata leiden. Um eine zeitnahe Erstbehandlung zu ermöglichen und dadurch einer Entstehung bzw. Chronifizierung psychischer Gesundheitsschäden entgegenzuwirken, schließt das Regierungspräsidium Gießen (RPGI) Kooperationsvereinbarungen mit entsprechenden Kliniken und niedergelassenen Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Dieses sog. Traumatherapie-Netzwerk Hessen besteht aktuell aus 15 Partnern für den Erwachsenen- und acht Partnern für den Kinder- und Jugendbereich. Um eine flächendeckende Versorgung sicherstellen zu können, ist das RPGI stets an der Aufnahme weiterer Netzwerkpartner interessiert. Mehr
Kostenbeitrag
Regulär: 30,00€
Die Teilnahme für Studierende und PiA ist kostenfrei.
Akkreditiert durch Psychotherapeutenkammer Hessen: 3 FE
Online (ZOOM)

Ansprechpartnerin
PTK Hessen
Laura Speinger
Leitung Kommunikation
und Veranstaltungen
Tel: 0611-5316826
E-Mail: veranstaltung@ptk-hessen.de

Referentin
Prof. Dr. Regina Steil
Goethe Universität Frankfurt
Referentin
Nathalie Becker
Regierungspräsidium Gießen

Moderatorin
Dr. Heike Winter
Präsidentin Psychotherapeutenkammer Hessen