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Elektronischer Psychotherapeutenausweis

Elektronischer Psychotherapeutenausweis kann jetzt bestellt werden!

Mitglieder der Psychotherapeutenkammer können nun den elektronischen Psychotherapeutenausweis (ePtA) beantragen!

Nach Abschluss der erforderlichen Verträge wurde die medisign GmbH als erster Vertrauensdienstanbieter durch die Kammer zugelassen, weitere werden voraussichtlich folgen.

Nach einem langen und schwierigen Prozess kann nun  mit deutlicher Verspätung das Antragsverfahren eingeleitet werden. Wie lange es anschließend dauern wird, bis Sie den Ausweis tatsächlich in den Händen halten, lässt sich derzeit nicht verbindlich sagen. Immer noch gibt es technische Probleme mit dem bisher einzigen Anbieter, an denen gearbeitet wird und die hoffentlich bald gelöst sein werden. Auch lässt sich nicht abschätzen, wie gut der Dienstanbieter mit dem Ansturm von Bewerbungen zurecht kommen wird.

Die Ausweispflicht betrifft alle Psychotherapeut*innen mit einem Kassensitz sowie ermächtigte Psychotherapeut*innen und Sicherstellungsassistent*innen. Sie gilt unabhängig davon, ob jemand  in einer Praxisgemeinschaft, Berufsausübungsgemeinschaft, als Angestellte in einer Praxis, in einer Jobsharing-Partnerschaft oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum arbeitet. Dies gilt auch für Leitung von Ausbildungsambulanzen und Ambulanzen für Forschung und Lehre. Alle psychotherapeutischen Praxen (Einrichtungen), die gesetzlich Krankenversicherte versorgen, müssen so ausgestattet sein, dass sie die Telematikinfrastruktur nutzen können. Dafür ist der ePtA zwingend nötig.

Die ePtA sollten bereits im ersten Quartal 2021 vorliegen, was für Psychotherapeut*innen unmöglich war, weil es zu diesem Zeitpunkt noch keinen ausgabefähigen Dienstanbieter gab. Der Bundesgesundheitsminister hat sich auf dem Deutschen Ärztetag ganz klar geäußert, dass Verzögerungen der Ausgabe, die nicht von den Nutzer*innen (Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen) zu verantworten sind, nicht zu deren Lasten gehen. Die Bundespsychotherapeutenkammer und die Psychotherapeutenkammern der Länder weisen in Gesprächen mit der Gesundheitspolitik eindringlich daraufhin, dass die Fristversäumnis der Beantragung nicht von den Psychotherapeut*innen oder zuständigen Landeskammern nicht verantwortet werden kann und daher nicht sanktioniert werden kann. Alle politischen Signale bestätigen diese Haltung.

Mit diesem Newsletter möchten wir Sie bitten, Ihren ePtA zu beantragen, sich dabei ein wenig Zeit zu nehmen, den Personalausweis bereit zu halten und alle angeforderten Passwörter, Freischaltcode und Sperrcode im Anmeldeprozess zu notieren und sicher aufzubewahren. Außerdem brauchen Sie noch ein digitales Bild, dass Sie hochladen können oder ein Passbild, dass nach dem Ausdrucken des Antrags an der entsprechenden Stelle aufgeklebt werden kann. Für die Verifizierung wird das Postident Verfahren verwendet, dazu müssen Sie mit dem Ausdruck des Antrags und Ihrem Personalausweis zu einer Postfiliale, um das Postident-Verfahren durchführen lassen. Abschließend muss der unterschriebene Antrag auf dem Postweg an den Dienstanbieter medisign GmbH  geschickt werden.

Wie beantrage ich den Psychotherapeutenausweis?

Die Beantragung des Ausweises erfolgt über das Antragsportal bei einem VDA Ihrer Wahl –  aktuell ausschließlich über die medisign GmbH. Über den nachfolgenden Link ehba.de/portal/ gelangen Sie direkt zum Antragsportal. Bitte wählen Sie dort aus, dass Sie keine Vorgangsnummer erhalten haben und starten mit einem neuen Antrag.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und ein Video-Tutorial zur Beantragung des ePtA finden beides hier, sowie eine Auflistung von häufig gestellten Fragen (FAQ).

Bei der Beantragung ihres elektronischen Psychotherapeutenausweises geben Psychotherapeut*innen gegenüber dem VDA die für die Ausweiserstellung notwendigen Daten an. Die Psychotherapeutenkammer Hessen hat die Aufgabe, diese Daten abzugleichen und zu verifizieren.

Bitte beachten Sie, dass die Kammer keinen Einfluss auf den Bearbeitungs- und Produktionsprozess des Vertrauensdienstanbieters hat. Mit einer Dauer von mehreren Wochen ist zu rechnen.

Wie sieht der elektronische Psychotherapeutenausweis (ePtA) aus und welche Funktionen hat er?

Der ePtA ist der Heilberufeausweis für Psychologische Psychotherapeut*innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und Psychotherapeut*innen i.S.d. Psychotherapeutenausbildungsreformgesetztes. Er ist ein nichtübertragbarer, personenbezogener Ausweis in Kreditkartengröße, der die Identität und Berufsgruppenzugehörigkeit der Inhaber*in bestätigt. Durch das Foto dient er sowohl als Sichtausweis als auch der digitalen Identitätsbestätigung. Das auf der Karte gespeicherte Zertifikat macht es der Inhaber*in möglich zu bestätigen, dass er*sie berechtigt ist, die Telematikinfrastruktur nutzen.

Welche Funktionen hat der ePtA?

  • Funktion als Sichtausweis
  • Sicherer Zugriff auf die Telematikinfrastruktur und eGK
  • Schreibender Zugriff auf Applikationen der TI
  • Qualifizierte elektronische Unterschrift
  • Verschlüsselung therapeutischer Daten
  • Schneller Authentifizierungsprozess

Kosten

Die Psychotherapeutenkammer Hessen erhebt für die Bearbeitung der Anträge keine Gebühren.

Mit dem ausgewählten Vertrauensdiensteanbieter wird ein privatrechtlicher Vertrag mit einer mehrjährigen Laufzeit geschlossen. Die Preise bei den zugelassenen Anbietern können variieren. Über die Vertragsinhalte geben Ihnen die Anbieter genaue Auskunft.

Vertragspsychotherapeuten erhalten eine Pauschale zur teilweisen Abdeckung der Kosten. Informationen erhalten Sie von Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung.

Weitergehende Informationen:
BPtK: Praxisinfo ePtA

Vertrauensdiensteanbieter:
medisign GmbH

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