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Bei uns lernen Lehrer*innen – Fortbildung zu Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen

16.11.2021 | Kategorie:

In der vergangenen und vorerst letzten Ausgabe der Fortbildungsreihe für Lehrer*innen zu psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen ging es um das Thema „Suizidalität“. Dr. Kurt Quaschner, Psychotherapeut und leitender Psychologe der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychatrie Marburg, klärte rund 650 Teilnehmer*innen für über die Risikofaktoren und Ursachen für Suizidalität bei jungen Menschen auf. Wichtig war außerdem, den Lehrkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sie Hinweise auf Gefährdung erkennen, wie sie unterstützen und an wen sie sich wenden können.

Stress in der Schule, die Ablösung von den Eltern, Liebeskummer, das Gefühl des Versagens oder Verlassenseins – junge Menschen stehen vor vielen Herausforderungen in dieser Entwicklungsphase ihres Lebens. Die Fähigkeit zur sozialen Anpassung ist gefordert. Zu Suizidgedanken neigende Kinder und Jugendliche reagieren entweder impulsiv-aggressiv oder sieziehen sich zurück, flüchten sich in Fantasien und Grübeleien. Jungen mit spätem und Mädchen mit frühem Beginn der Pubertät haben vermehrt psychische und soziale Probleme. Zudem können Konflikte in der Familie, Probleme mit der sexuellen Identität oder traumatische Lebensereignisse (wie zum Beispiel sexueller Missbrauch) bei Heranwachsenden Belastungsfaktoren sein, durch die das Suizidrisiko deutlich steigt. Insgesamt ist dieses Risiko bei psychisch kranken Kindern und Jugendlichen etwa zehnfach höher als bei der gleichaltrigen gesunden Bevölkerung. Und tatsächlich zeigen Statistiken, dass Suizid die häufigste Todesursache bei Heranwachsenden ist.

Um eine Verbesserung zu erreichen, braucht es mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft, aber in erster Linie mehr Aufmerksamkeit der Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und somit nah an den Betroffenen dran sind. Aber was können Lehrkräfte im Schulalltag im Speziellen tun, damit Gefahrensignale frühzeitig erkannt und möglichst vielen Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann? Das erfahren Sie im Online-Seminar „Suzidalität“.

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